Warum hybrides IT-Gruppenmanagement ohne Automatisierung teuer wird
Ein hybrides IT-Gruppenmanagement ist mittlerweile in vielen Unternehmen Standard. Die Kombination aus lokalem Active Directory (AD) und Cloud-Diensten wie Entra ID ermöglicht eine moderne Zusammenarbeit mit Microsoft 365, Microsoft Teams und SharePoint.
Doch diese Flexibilität bringt auch eine neue Herausforderung mit sich:
Gruppen und Berechtigungen müssen in zwei Welten verwaltet werden: On-Premises und in der Cloud.
Viele IT-Teams stehen deshalb täglich vor denselben Aufgaben:
- AD-Gruppen pflegen,
- dieselben Gruppen in Entra ID nachbilden,
- Mitglieder regelmäßig synchronisieren,
- sicherstellen, dass Berechtigungen in Microsoft 365 korrekt bleiben.
Diese doppelte Pflege kostet Zeit und führt schnell zu Fehlern.
In diesem Zusammenhang wird oft von der Notwendigkeit zur „Automatisierung“ gesprochen. Doch der Begriff sagt nicht, mit was wir starten sollen, und „Alles automatisieren“ ist keine Strategie. Der entscheidende Schritt ist, zunächst zu identifizieren, welche Prozesse im Gruppenmanagement wirklich automatisiert werden sollten.
In hybriden Microsoft-Umgebungen gibt es dabei drei typische Szenarien.
Index
Drei typische Prozesse, die sich im Hybrid-Gruppenmanagement automatisieren lassen
Anstatt zu versuchen, alle Prozesse zu automatisieren, lohnt es sich, gezielt diejenigen zu identifizieren, die den größten administrativen Aufwand verursachen. In der Praxis sind das meist drei Bereiche.
1. AD-Gruppen in Microsoft 365 nutzbar machen
Viele Unternehmen nutzen bereits Entra ID Connect, um Benutzer und Gruppen aus dem AD in die Cloud zu synchronisieren. Dabei entstehen sogenannte AD-synchronisierte Gruppen. Diese Gruppen haben Einschränkungen:
- Mitglieder können nicht schnell und direkt in Entra-ID-Gruppen hinzugefügt werden.
- Sie lassen sich nicht in M365-Gruppen synchronisieren.
- Ebenfalls können sie nicht direkt für Teams verwendet werden.
Praxisproblem:
Eine AD-Gruppe namens „Sales-Berlin“ existiert bereits für interne Berechtigungen. Wenn ein Microsoft Teams Team benötigt wird, muss eine neue Cloud-Gruppe erstellt und die Mitglieder manuell übertragen werden.
Ohne Automatisierung bedeutet das für die IT: Cloud-Gruppe erstellen → Mitglieder aus AD übertragen → Änderungen regelmäßig nachpflegen.
Lösung:
➡️ DynamicSync, unsere Automatisierungslösung (SaaS) für Cloud-Gruppen, löst dieses Problem, indem sie Mitglieder AD-synchronisierter Gruppen automatisch in Entra-ID-Gruppen überträgt.
Beispiel:
AD-synchronisierte Gruppe „Sales-Berlin“ → Entra ID Gruppe „Sales-Berlin-M365“ → DynamicSync synchronisiert die Mitglieder regelmäßig.
Die Cloud-Gruppe kann direkt für Teams, SharePoint oder andere M365-Ressourcen verwendet werden.
Der Vorteil: Neue Mitarbeiter erscheinen automatisch in der Cloud-Gruppe, ohne dass zusätzliche manuelle Schritte erforderlich sind.
2. Gruppenmitgliedschaften auf Basis von Attributen automatisieren
Viele Gruppen basieren auf klaren organisatorischen Regeln:
- Abteilung
- Standort
- Sprache
- Kostenstelle
Praxisproblem:
Trotzdem werden die Mitglieder oft manuell gepflegt. Das führt zu verspätetem Zugriff für neue Mitarbeiter und falschen Berechtigungen bei Abteilungswechseln.
Lösung:
➡️ Automatisierungslösungen wie DynamicSync hingegen nutzen Benutzerattribute, um Mitgliedschaften dynamisch zu steuern.
Beispielregel:
Department = Sales Office = Berlin
→ Der Benutzer wird automatisch Mitglied der Gruppe „Sales-Berlin“.
Vorteile:
- weniger manuelle Arbeit
- Berechtigungen sind immer korrekt
- neue Mitarbeiter sind sofort in den richtigen Gruppen
3. Gruppen als zentrale Steuerung für Zugriffe nutzen
In Microsoft 365 steuern Gruppen nicht nur die Organisation von Benutzern, sondern auch deren Zugriff auf Ressourcen.
Eine Gruppe kann beispielsweise gleichzeitig den Zugriff auf folgende Dienste steuern:
- MS Teams-Teams
- SharePoint-Sites
- Microsoft-365-Gruppen
- Sicherheitsgruppen
Praxisproblem in hybriden Umgebungen:
Die Gruppenstruktur in AD und Entra ID ist oft nicht identisch.
Typische Situationen:
Ein Benutzer wird im AD zu einer Gruppe hinzugefügt, erhält aber keinen Zugriff auf Teams. Ein Mitarbeiter verlässt eine Abteilung, behält aber Zugriffe auf Cloud-Ressourcen.
Lösung:
➡️ Automatisierte Gruppenprozesse sorgen dafür, dass Änderungen automatisch auf alle verbundenen Ressourcen wirken.
Beispiel:
Die Gruppe „Sales-Berlin-M365“ ist mit einem Teams-Team und einer SharePoint-Site verknüpft. Neue Mitglieder erhalten automatisch Zugriff. Verlassende Mitglieder werden automatisch entfernt.
Vorteile:
- weniger Verwaltungsaufwand
- weniger Sicherheitsrisiken
- konsistente Zugriffsrechte
Die Lösung: Automatisierung im hybriden IT-Gruppenmanagement
Die Antwort auf diese Herausforderungen lautet demnach: Automatisierung.
Mit Tools wie DynamicSync können Unternehmen ihre Gruppen effizient und fehlerfrei verwalten, ohne manuelle Eingriffe und ohne teure Zusatzlizenzen.
Was leistet DynamicSync?
- Synchronisierung von synchronisierten AD-Gruppen in Entra ID-Gruppen,
- dynamische Filter für attributbasierte Zuweisung (z. B. Abteilung, Standort, Sprache),
- regelmäßige, zeitgesteuerte Synchronisierungen für aktuelle Daten,
- Unterstützung für M365- und Sicherheitsgruppen.
Das Ergebnis sind weniger Aufwand, weniger Fehler und weniger Kosten.
Praxisbeispiel: Mitglieder einer AD Gruppe sollen dynamischen Zugriff auf MS Teams erhalten
Stellen Sie sich ein Unternehmen mit rund 500 Mitarbeitern vor. Die IT-Umgebung ist hybrid: Benutzerkonten und Gruppen liegen sowohl im lokalen AD als auch in Entra ID in der Cloud.
Die Herausforderung: Die Sales-Abteilung soll Zugriff auf Microsoft Teams und bestimmte M365-Ressourcen erhalten.
Bisher musste die IT-Abteilung manuell:
- Sales-Mitarbeiter in AD-Gruppen pflegen,
- diese Gruppen in Entra ID nachbilden und
- Teams-Gruppen manuell erstellen sowie Berechtigungen zuweisen.
Mit DynamicSync läuft dieser Prozess automatisiert ab:
- Die synchronisierte AD-Gruppe „Sales“ wird als Quellgruppe definiert.
- DynamicSync synchronisiert diese Gruppe regelmäßig in eine Zielgruppe in Entra ID.
- Über dynamische Filter können zusätzliche Kriterien gesetzt werden, z. B. Standort „Berlin“ oder Sprache „de-DE“.
- Die synchronisierte Cloud-Gruppe wird direkt mit einem Microsoft Teams-Team verknüpft, inklusive aller Berechtigungen für Dateien, SharePoint und Apps.
- Das Ergebnis: Neue Sales-Mitarbeiter werden automatisch in AD hinzugefügt und erscheinen ohne Verzögerung in der entsprechenden Teams-Gruppe.
😥Vorher: Mehrere Stunden pro Monat für Pflege und Kontrolle.
🙂Nachher: Mit DynamicSync wurden die Prozesse automatisiert.
Ihre Vorteile:
- Zeitersparnis: weniger manueller Aufwand
- Kostenersparnis: keine zusätzlichen Lizenzkosten
- Sicherheit: Fehlerquote ist nahezu null
Best Practices für hybrides IT-Gruppenmanagement
Damit die Automatisierung optimal funktioniert, sollten Unternehmen einige Grundregeln beachten:
- Klare Rollen und Verantwortlichkeiten definieren: Wer darf Gruppen erstellen, ändern oder löschen?
- Regelmäßige Überprüfung der Gruppenstruktur: Auch automatisierte Systeme brauchen Kontrolle.
- Attribute sauber pflegen: Dynamische Filter funktionieren nur, wenn die Datenqualität stimmt.
- Sicherheitsrichtlinien einhalten: Automatisierung darf nicht zu offenen Zugriffsrechten führen.
- Monitoring nutzen: Tools wie DynamicSync bieten Statusmeldungen und Logs für volle Transparenz.
Fazit
Manuelles Gruppenmanagement verursacht versteckte Kosten, bindet Ressourcen und erhöht das Fehlerrisiko. Das sollte unbedingt vermieden werden. Es entspricht nicht mehr den Anforderungen unserer Zeit.
Hybride IT-Umgebungen sind mittlerweile bei vielen Unternehmen der Standard. Aufgrund ihrer wachsenden Komplexität bleiben sie nur mit Automatisierung effizient und kostengünstig. Gerade in der Berechtigungsverwaltung ist es wichtig, den Überblick zu bewahren, weshalb die Automatisierung in diesem Bereich besonders relevant ist.
Unser Lösungsvorschlag für Sie: die automatisierte Synchronisierung von Cloud-Gruppen mit DynamicSync.
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